Film 

Matthias Klos & Hans-Jürgen Poëtz

AUS DER NULLEBENE
HD Audio/Video, 2024
27'44
 

Aus der Nullebene
ist ein audio-visuelles Portraits des Wiener Stadtteils Donau City. Es entstand im Rahmen des gleichnamigen rund ein Jahr dauernden transdisziplinären Research-Projekts im Stadtteil.
 
Als modernes Zentrum Wiens geplant und auf einer ehemaligen Müllhalde errichtet, wurde die Donau City in einem Ebenen-Konzept ausgeführt, das Infrastrukturen für Automobilität (Straßen, Parkhäuser, etc.) in den Untergrund (Ebene –1 bis –3) verlegt. Die autofreie „Ebene 0“ ist ein hochversiegelter, zerklüfteter und zugiger Stadtraum zwischen Kongresszentrum Hotel-, Wohn- und Geschäftsbauten, zu denen die höchsten Gebäude der Stadt zählen. Entlang dieser autofreien Ebene folgt Aus der Nullebene den räumlichen Gegebenheiten dieses „globalisierten“ Stadtteils von Wien, dessen Eigenheit es ist, ein Nicht-Ort ohne lokale Bezüge sein zu können. 
 
Mit dem zentral in der Donau City gelegenen Austria Center Vienna ist der Stadtteil ein bedeutsamer Ort der internationalen Tagungsindustrie und des Kongresstourismus in Wien. Im global abgehaltenen Ranking von Kongressveranstaltungen der ICCA (International Congress and Convention Association) landete Wien neuerlich auf dem weltweiten 1. Platz, vor Lissabon und Paris. Schon in der Gesamtwertung 2021 nahm Wien trotz Pandemie weltweit den 1. Platz ein. 
 
In der Audiospur dieses Portraits vermischen sich Stimmen, brausender Verkehr, Windgeräusche und die – über Körperschall-Mikrophone aufgenomme – Eigenschwingung der Gebäude. Entlang dieser so vorgefundenen akustischen Gegebenheiten entstand eine auditive Bestandsaufnahme der Räume des Stadtteils und ihrer Baukörper. Die visuellen Sequenzen des Films bestehen jeweils aus zwei Aufnahmen spezifischer lokaler Gegebenheiten, die zu unterschiedlichen Tageszeiten an der gleichen Position aufgenommen wurden. In der Überblendung der ortsgleichen Aufnahmen hebt diese fotografische Schilderung, Licht und Zeit als Strukturelemente der Bebauung hervor. So entstanden 19 Intervalle einer audio-visuellen Verschränkung, in deren Anordnung die bauliche Konstitution dieses hochversiegelten und räumlich zerklüfteten Stadtteils zwischen Bühnenraum und Protagonist:innen Rolle zu oszillieren beginnt. 

Vimeo

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